Handeln. Für morgen!

    Handeln. Für morgen!

    Tarifrunde ÖD der Länder 2021

    Heute Länderstreik seit 6.00 Uhr in Freiburg

    Diese Woche Ausweitung der Warnstreiks im öffentlichen Dienst auch in Südbaden und am Bodensee!
    TdL 2021: Warnstreiks am 24.11.2021 in Freiburg ver.di TdL 2021: Warnstreiks am 24.11.2021 in Freiburg


    Heute 11.00 Demo ab Gewerkschaftshaus und 11.45 Kundgebung auf Augustinerplatz!

    ver.di weitet Warnstreiks im öffentlichen Dienst aus!

    Seit 6.00 Uhr Streikbeginn!

    Stationsschließungen in Psychiatriekrankenhäuser!


    Seit 6.oo Uhr streiken die Beschäftigten im Länderbereich, teilt die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Südbaden Schwarzwald mit. In der Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder hat ver.di den Druck auf die Arbeitgeber in dieser Woche deutlich erhöhen. Heute, am Mittwoch den 24.11.2021, kommt es zu einem Streikhöhepunkt in Freiburg. Um 11.00 Uhr ist Sammelpunkt das Gewerkschaftshaus in Freiburg. Von dort  findet eine Demo durch Freiburg zur Regierungspräsidentin statt. Hier wird eine Protestnote der Streikenden aus zahlreichen Landesdienststellen überreicht. Auf der Kundgebung um 11.45 Uhr auf dem Augustinerplatz werden hunderte Beschäftigte aus weiteren Dienststellen des Landes wie Universität, Regierungspräsidium und Krankenhäuser erwartet. Erstmals werden ganze Stationen in den Zentren für Psychiatrie geschlossen. Ein Notdienst gewährleistet die Patientenversorgung.


    Hanna Binder, stellvertretende ver.di Landesbezirksleiterin wird auf einer Kundgebung am Mittwoch in Freiburg erwartet: „Die Steuerschätzung dürfte alle Erwartungen der Verantwortlichen für den Landeshaushalt weit übertroffen haben. Das gibt der Landesregierung die Möglichkeit, sich jetzt endlich ernsthaft mit den Erwartungen der eigenen Beschäftigten auseinanderzusetzen. Es gibt keinen einzigen Grund mehr, ihnen ein anständiges Angebot mit strukturellen Komponenten zu verweigern.“

    Weitere Informationen:
    ver.di Baden-Württemberg hat die Aktionen im Land in dieser Tarifrunde unter das Motto „wir brauchen the Cäsh“ gestellt, in Anspielung auf die Landeskampagne „Willkommen in the Länd“.

    ver.di fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder eine Einkommenserhöhung um fünf Prozent, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Beschäftigte des Gesundheitswesens sollen tabellenwirksam monatlich 300 Euro mehr erhalten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100 Euro angehoben werden.

    Verhandelt wird für rund 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte (940.000 Vollzeitstellen) und 48.000 Auszubildende im öffentlichen Dienst der Länder (außer Hessen). Das Tarifergebnis soll zudem zeit- und inhaltsgleich auf die 1,2 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie rund 880.000 Versorgungsempfänger im Bereich der Länder sowie 175.000 Beamtinnen und Beamte und 120.000 Versorgungsempfänger im Bereich der Kommunen übertragen werden (Angaben ebenfalls ohne Hessen).

    ver.di führt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit den DGB-Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU sowie in einer Verhandlungsgemeinschaft mit dem dbb beamtenbund und tarifunion. Die Verhandlungen werden in dritter Runde am 27. und 28. November 2021 in Potsdam fortgesetzt.

    In Baden-Württemberg sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes von 2020 rund 325.000 (Vollzeitäquivalente 275.000) Beschäftigte von den Tarifverhandlungen direkt oder indirekt betroffen. Etwa 189.000 sind Beamte, rund 136.000 Angestellte. Rund 48.000 Beamte oder Angestellte sind befristet.
    Allein bei den Zentren für Psychiatrie arbeiten rund 10.000 Beschäftigte.
    Gut 27.000 Beschäftigte der Unikliniken fallen nicht unter den Tarifvertrag der Länder.

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