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DGB Ortenau: Volles Haus

Neujahrsempfang des DGB

DGB Ortenau: Volles Haus

Der DGB lud zum Neujahrsempfang Gewerkschafter aus der ganzen Region

Beim DGB-Neujahrsempfang im Alevitischen Gemeindezentrum zeigten Gewerkschafter aus der Region am Montagabend eindrucksvoll Flagge. Hauptrednerin des Abends war die ver.di-Landesvorsitzende Leni Breymaier. Rund 130 Menschen waren dem Aufruf von Klaus Melder (DGB Ortenau) gefolgt und begegneten sich bei lockerer Atmosphäre. 

Neujahrsempfang des DGB mit der ver.di-Landesvorsitzenden Leni Breymaier DGB Neujahrsempfang des DGB mit der ver.di-Landesvorsitzenden Leni Breymaier

Flüchtlinge, TTIP, Altersarmut, Digitalisierung – in ihrer Rede ging die Gewerkschaftschefin auf viele aktuelle Themen ein und formulierte mit Blick auf die zunehmende Problematik des zunehmenden Rassismus: „Ich bin stolz auf meinen DGB, dass wir viele Tausende von Menschen im Januar auf die Straße in Stuttgart gebracht haben, um gegen Rassismus und für unsere Demokratie zu demonstrieren. In was für einem Land leben wir, in dem Menschen Handgranaten auf Flüchtlingsunterkünfte werfen. In diesen Zeiten sind wir als Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter gefordert uns für die Menschenrechte, gegen Rechtsextremismus und für die Demokratie einzusetzen.“

Im Hinblick auf das Thema TTIP kritisierte Breymaier den Prozess und das Abkommen scharf. „Das Abkommen bedeutet eine Entparlamentarisierung, es bedeutet eine Schwächung unserer Demokratie und unserer Bürgerrechte. Die Interessen von Konzern werden berücksichtig und stehen im Vordergrund, nicht die Menschen Europas. 250.000 Menschen waren bei der Demo in Berlin im letzten Jahr im Herbst, eine breite Bürgerbewegung gegen das Abkommen, das von den Medien im Prinzip ignoriert wurde. In was für einem Land leben wir inzwischen eigentlich, das Medien eine so breite Bürgerbewegung ignorieren.“

„Heute benötigen wir gute Arbeit und menschenwürdige Arbeit, die dazu dient im Alter eine gute Rente zu erhalten. Damit wir, die hier sitzen, mit Würde altern können“, so Breymaier. „Die Digitalisierung bringt viele Vorteile, aber auch viele Nachteile im Arbeitsprozess. Als Gewerkschaften müssen wir uns dafür einsetzen, dass die Arbeit menschenwürdig bleibt“, forderte Breymaier die Gewerkschafter auf.