Erwerbslosenpolitik

    Auf.Recht bestehen

    Erwerbslose

    Auf.Recht bestehen

    Ein besseres Leben für alle statt wachsender Armut und Ausgrenzung!
    Infostand des Arbeitskreis Erwerbslose am 10.09.2021 in Freiburg ver.di Auf.Recht bestehen  – Infostand des Arbeitskreis Erwerbslose am 10.09.2021 in Freiburg


    Der Arbeitskreis Erwerbslose in ver.di Südbaden Schwarzwald, beteiligte sich mit einem Infostand in Freiburg auf dem Kartoffelmarkt an der Aktionswoche des Bundesweiten Bündnisses Aufrecht bestehen.

    Die Armut wächst – der Reichtum auch

    Nicht erst seit der Coronapandemie wächst in der reichen Bundesrepublik die Armut in erschreckendem Ausmaß. Immer mehr Menschen haben Probleme, mit ihrem Geld über den Monat zu kommen.

    Doch Geld ist genug da. So ist das Vermögen der Superreichen im Krisenjahr 2020 um sage und schreibe 9 Prozent gestiegen. Mit dem kärglichen Hartz IV-Satz hingegen lässt sich ein menschenwürdiges Leben kaum bestreiten. Dies gilt auch für die Löhne der rund 7,7 Millionen Erwerbstätigen, die im Niedriglohnsektor festhängen.

    Es reicht! Gute Löhne und soziale Absicherung für alle, die hier leben!

    Infostand des Arbeitskreis Erwerbslose am 10.09.2021 in Freiburg ver.di Auf.Recht bestehen  – Infostand des Arbeitskreis Erwerbslose am 10.09.2021 in Freiburg


    Wir fordern: Arbeitslosengeld für die gesamte Dauer der Erwerbslosigkeit

    Das „System Hartz IV“ bedeutet Armut, Ausgrenzung und Angst. Wir wollen das „System Hartz IV“ mitsamt seinem Sanktionsapparat abschaffen und ersetzen durch von den Arbeitgebern mitfinanzierte Versicherungsleistungen, die über die gesamte Dauer der Arbeitslosigkeit ein auskömmliches Leben  ermöglichen. Für alle, die keine oder zu geringe Ansprüche auf Versicherungsleistungen haben, fordern wir eine armutsfeste und repressionsfreie Grundsicherung. Diese muss mindestens 600,- Euro im Monat betragen und außerdem die tatsächlichen Wohnkosten abdecken. Die Abschaffung des „Systems Hartz4“ verringert den Druck auf Erwerbslose und Beschäftigte, schlechte Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen notgedrungen zu akzeptieren.

    Wir fordern: Einkommen, die zum Leben reichen

    Doch auch ein Arbeitsplatz schützt nicht vor Existenznot, mit 33 Prozent sind die „arbeitenden Armen“ die größte von Armut betroffene Gruppe. Wir fordern daher eine deutliche Anhebung der Mindestlöhne, die auch für die Miete reichen müssen, die sich mittlerweile Millionen buchstäblich vom Munde absparen. Wir unterstützen gleichzeitig die Kämpfe um eine Deckelung der Mieten auf Bundesebene, um billigen Wohnraum und um die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne.