Beamtinnen und Beamte

    Beamte unzufrieden mit Dienstherr Land!

    Beamtenpolitische Tagung

    Beamte unzufrieden mit Dienstherr Land!

    25 Euro Zuschuss für Jobrad im Öffentlichen Dienst! Beschäftigte müssen vor Aggression geschützt werden!
    Demo vor der Diakonie in Berlin: Tür auf für Tarifverträge Astrid Sauermann Beamte unzufrieden mit Dienstherr Land!


    Kritik äußerten die Teilnehmer der Beamtenpolitischen Tagung von ver.di Südbaden Schwarzwald heute in Freiburg an ihren Dienstherren. Gefordert werden Verlässlichkeit bei der Bezahlung, Zuschüsse für ein Jobrad, Schutz vor Übergriffen gegen Beschäftigte, Kinderbetreuung und bezahlbarer Wohnraum. 

    „Das Land garantiert seinen Beamten nicht verlässlich an der allgemeinen Lohnentwicklung teilzunehmen,“ so die Gewerkschaft ver.di Laut ver.di konnte man sich im Land in der Pandemie auf den Öffentlichen Dienst verlassen. „Daher ist es mehr als recht und billig die Beschäftigten und Beamte an der Gehaltsentwicklung zu beteiligen.“

    Die SPD Landtagsabgeordnete Gabi Rolland lobte die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes als verlässliche Säule einer wehrhaften Demokratie und sicherte den Teilnehmern zu, dass ihre Partei in Stuttgart in der aktuellen Legislaturperiode sich für die Attraktivität des öffentlichen Dienstes einsetzen wird. So könne mit Kurz- und Langzeitarbeitszeitkonten Beschäftigteninteresse und Arbeitsbedarf besser abgestimmt werden. Die Arbeitszeit könnte von bisher 41 Std. auf 40 Stunden für die Beamten abgesenkt werden. Für ver.di ist aber klar, dass dies nur eine Übergangslösung zu einer Arbeitszeitanpassung an die tarifliche Wochenarbeitszeit sein kann.

    Einigkeit herrscht zwischen ver.di und SPD, dass Kinderbetreuung verstärkt vom Arbeitgeber angeboten oder in Kooperationen mitfinanziert werden muss, um die regionalen Lücken für die Eltern im öffentlichen Dienst zu schließen. Das Land muss seinen Wohnungsbestand wieder ausbauen, um in den Ballungszentren Wohnmöglichkeiten für Beschäftigte zu ermöglichen. Besoldungsgruppen unter A7 entsprechen nicht mehr den Anforderungen an einen leistungsfähigen öffentlichen Dienst auch mit Blick auf die Alimentationsverpflichtung des Dienstherrn.

    Gabi Rolland fordert einen Zuschuss vom Arbeitgeber von 25 Euro monatlicher Zuschuss für ein Jobrad. Dieser Zuschuss von 25 Euro wird bereits für Jobtickets im Landesdienst gezahlt. Zusätzlich soll es einen zinslosen Kredit für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst geben. Damit würde die Mobilität in ökologische Bahnen gelenkt. Dies wird von ver.di unterstützt. Das bisherige Modell der Gehaltsumwandlung für ein Jobrad wirft aktuell Probleme auf, da es Rentenkürzungen zur Folge hat und Beamte ausgeschlossen sind. Notwendig sind auch Fahrradabstellplätze, Fahrradwege und Duschmöglichkeiten.

    Die Teilnehmer berichten von zunehmenden Konfliktsituationen mit einzelnen Bürgern an ihrem Arbeitsplatz. Beleidigung, Bedrohung und Übergriff nehmen in den Amtstuben, Gesundheitseinrichtungen und Servicecenter zu. „Wertschätzung für die Beschäftigte im öffentlichen Dienst muss gewährleistet werden. Der Chef muss sich vor seine Beschäftigten stellen, um Beleidigungen und Übergriffen vorzubeugen,“ so Gabi Roland.