Verkehr

    Streiks im privaten Omnibusgewerbe haben begonnen

    Privates Omnibusgewerbe BaWü

    Streiks im privaten Omnibusgewerbe haben begonnen

    Tarifkonflikt im privaten Omnibusgewerbe
    Rabatz für gute Pflege. Bremen, 21. Juni 2017 Matthias Klump Streiks im privaten Omnibusgewerbe haben begonnen

    Im Tarifkonflikt im privaten Omnibusgewerbe haben heute Morgen mit Beginn der Frühschicht die angekündigten Streiks begonnen. An den meisten Standorten finden diese bis einschließlich Mittwoch statt. Gestreikt wird in rund 20 Betrieben, zum Teil auf mehreren Betriebshöfen. Betroffen sind die Stadtverkehre in Schwäbisch Hall, in Reutlingen, Göppingen, Heidenheim, Waiblingen, Ludwigsburg, Backnang, Bietigheim-Bissingen und teilweise in Karlsruhe, Geislingen, Böblingen und Plochingen. Hinzu kommt am Dienstag auch der Stadtverkehr in Tübingen. Dazu kommen starke Beeinträchtigungen im Überlandverkehr im Großraum Stuttgart, im Großraum Karlsruhe, im Raum Schwäbisch Hall und im Raum Reutlingen/Tübingen.

    Morgen (14.9.) findet in Stuttgart eine zentrale Kundgebung statt. Nach einer Streikversammlung startet um zehn Uhr ein Demozug am Gewerkschaftshaus, die Kundgebung ist gegen elf Uhr am Karlsplatz (Hinweis: Zunächst war der kleine Schlossplatz geplant und angekündigt). Erwartet werden mehrere hundert Streikende aus ganz Baden-Württemberg.

    Die Gewerkschaft hatte bereits vor dem Beginn der Sommerferien nach erfolgreicher Urabstimmung und Streikverzicht vor der anschließenden sechsten ergebnislosen Verhandlungsrunde den Arbeitgebern, dem WBO, angekündigt, den unterbrochenen Arbeitskampf wiederaufzunehmen.

    Hanna Binder, ver.di Verhandlungsführerin: „Wir streiken diese Woche, damit sich die Arbeitgeber nächste Woche endlich, in dann siebter Runde, bewegen. Während diesem Streik steht der ÖPNV in vielen Orten und sorgt damit für Belastungen. Aber die Fahrerinnen und Fahrer ermöglichen an den restlichen Tagen des Jahres einen guten und bezahlbaren ÖPNV und tragen dafür jeden Tag die Last langer und teilweise unbezahlter Schichten. Dafür braucht es jetzt, nach vielen Jahren, eine Lösung.“

    Die Verhandlungen werden am 21. und 22. September in siebter Runde fortgesetzt.

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