Handel

    Vor den Sommerferien keine Lösung in Sicht

    Tarifrunden Handel BaWü 2021

    Vor den Sommerferien keine Lösung in Sicht

    Tarifverhandlungen im baden-württembergischen Groß- und Außenhandel
    Ohne uns kein Geschäft ver.di Ohne uns kein Geschäft  – Tarifrunden Handel 2021


    Droht ein heißer Herbst?

    Viel Bewegung in Betrieben und auf der Straße durch bundesweite Aktionen, Warnstreiks und Streiks, aber keine Bewegung bei den Tarifverhandlungen im ganzen Land. Die Arbeitgeber bleiben bei ihrem völlig unzureichenden Angebot:

    • Im Jahr 2021 gar keine Tariferhöhung!
    • Ab 1. Februar 2022 um 1,5 %
    • Ab 1. Oktober 2022 um weitere 1,0 %

    Für wirtschaftlich starke Unternehmen und solche, die in Folge der Pandemie geschädigt wurden, sollen die Tariferhöhungen vier bis sechs Monate früher bzw. später gelten. Zudem zahlen wirtschaftlich starke Unternehmen im Juni 2021 eine nicht tabellenwirksame Einmalzahlung von 150 €.

    ver.di hat dieses Angebot zurückgewiesen. Es liegt erheblich unter den prognostizierten Teuerungsraten und würde deshalb reale Lohnsenkungen für alle Beschäftigten bedeuten, für viele sogar völlig unzumutbare Belastungen! Nun versuchen die Arbeitgeber, die Streiks und Proteste mit „freiwilligen Vorweganhebungen“ einzudämmen.

    Ohne Druck werden sich die Arbeitgeber nicht bewegen.
    Deshalb: Wir kämpfen weiter!

    Wir kämpfen weiter für unseren Tarifvertrag!

    Viele Unternehmen haben jetzt entsprechend der Empfehlung des Arbeitgeberverbands „freiwillige“ Entgelterhöhungen um 2 % in Aussicht gestellt. Was ist von diesen „freiwilligen Vorweganhebungen“ zu halten?

    „Freiwillig“ sind sie nicht, sondern der Versuch, die zahlreichen Streiks im gesamten Bundesgebiet einzudämmen.

    Man sieht: Der Druck hat gewirkt! Klar ist aber auch: Sie sind der Versuch, unsere Gewerkschaft zu schwächen. Mit diesem Ziel ist schon der Schwarz-Konzern gescheitert, wo sogar 3 % geboten werden. Die Beschäftigten wissen jedoch: Nur das, was im Tarifvertrag abgesichert ist, zählt! Vorweganhebungen sind nicht rechtssicher – sondern willkürlich und widerrufbar. Ohne Tarifvertrag bleiben die dringend nötigen Entgelterhöhungen der Gnade der Arbeitgeber überlassen. Dazu kommt: 2 % sind viel zu wenig! Sie reichen nicht aus, die gestiegenen Lebenshaltungskosten auszugleichen und bedeuten deshalb realen Lohnverlust!

    Nächster Verhandlungstermin: Steht noch nicht fest.