Gesundheit und Soziales

Rechte müssen gewahrt werden!

Uniklinik Freiburg

Rechte müssen gewahrt werden!

Verpachtung Universitäts-Herzzentrum Freiburg-Bad Krozingen an Uniklinik Freiburg: Beschäftigtenallianz meldet sich zu Wort!

Als Skandal bezeichneten die Beschäftigtenvertreter die Informationspolitik des Landes zur geplanten Verpachtung des Universitäts-Herzzentrums Freiburg-Bad Krozingen (UHZ) an die Uniklinik Freiburg (UKF). Trotz mehrfacher Einladung an Minister für Soziales Manfred Lucha und Ministerin für Hochschule, Forschungs- und Kunsteinrichtungen Theresia Bauer zu einem Ideenaustausch mit den Beschäftigtenvertretern, haben diese seit 2 Jahren nur gemauert. Jetzt mussten die rund 14.000 Beschäftigten von den geplanten Veränderungen einer Verpachtung in internen Versammlungen erfahren.

Ärger löst die Informationspolitik bei Betriebsrat und Personalrat wegen fehlender Unterlagen aus. Es fehlt weiterhin an einem belastbaren medizinischen Konzept für beide Standorte. Dieses wurde bereits am 14.10.2017 von Ministerin Bauer angekündigt. Eine Expertise über die Auswirkung der Umsatzsteuerrisiken wurde den Beschäftigtenvertretungen ebenfalls nicht vorgelegt. Dies wurde bereits seit längerer Zeit vom Land versprochen.

In der Belegschaft gibt es nach wie vor Unklarheit über die Sicherheit der Arbeitsplätze. So kündigte der Arbeitgeber an, durch das Zusammenschmelzen beider Belegschaften Synergien zu nutzen. Hier werden Versetzungen, längere Arbeitswege, Abbau von Doppelstrukturen, Notwendigkeit zur Umschulung angekündigt und somit in der Belegschaft befürchtet. Laut Beschäftigtenvertreter dürfe die gute Marke UHZ als künftiges Aushängeschild der Uniklinik und der gute Ruf der beiden Standorte durch die Zusammenlegung nicht in Frage gestellt werden.

Eine rechtsfreie Zone für die Beschäftigten wird befürchtet, wenn der Betriebsrat in Bad Krozingen ersatzlos gestrichen wird.

Auf einem ersten Treffen haben sich jetzt der Betriebsrat des UHZ, der Personalrat UKF, die Gewerkschaft ver.di und der Marburger Bund zu einer Allianz zusammengeschlossen. Diese erinnern Ministerin Bauer an Ihre Zusage vom 22.02.2018: „Eine Entscheidung über die grundlegende Weiterentwicklung des UHZ wird nicht ohne Beteiligung von Betriebsrat und Personalrat stattfinden!“

Daher wird die Allianz aus Beschäftigtenvertretern und Gewerkschaften in Kürze Verhandlungen zu Sozialplan, Interessensausgleich und Überleitungstarifvertrag starten. Ziel ist dabei die Rechte der Beschäftigten zu erhalten. Ein erster Termin findet in Kürze statt.

Die Beschäftigtenallianz

Betriebsrat UHZ,
Personalrat UKF,
ver.di Südbaden Schwarzwald,
Marburger Bund Baden Württemberg